Arbeitsansätze

Niederschwelligkeit

Dies bedeutet den schnellen, unbürokratischen und kostenlosen Zugang zu den Angeboten der Mobilen Jugendarbeit.

Beziehungsarbeit

Der Aufbau und die Pflege einer vertrauensvollen und professionellen Beziehung zu den Jugendlichen sind notwendig, damit sich diese auch in schwierigen Situationen an die MitarbeiterInnen der Mobilen Jugendarbeit wenden können.

Kontinuität

Sowohl zeitliche, örtliche, sowie personelle Kontinuität sind für den Aufbau einer tragfähigen Beziehung notwendig.

Bedürfnisorientierung

Die von den Jugendlichen selbstbestimmten Bedürfnisse - als ExpertInnen ihrer Lebenswelt - sind von der Mobilen Jugendarbeit zu erkennen, reflektieren, artikulieren und dadurch zu unterstützen.

Ressourcenorientierung

Mobile Jugendarbeit unterstütz die Zielgruppe dabei, persönliche, soziale und strukturelle Ressourcen zu erkennen und für sich nutzbar zu machen und neue Problemlösungsstrategien zu entwickeln.

Lebensweltorientierung

bedeutet die Anerkennung der Jugendlichen als ExpertInnen ihrer Lebenswelt sowie die Akzeptanz ihrer Selbstdeutungsmuster und Problemlösungsstrategien. Sind objektive gesellschaftliche Rahmenbedingungen gegensätzlich zu den subjektiven persönlichen Lebensmustern und Bedürfnissen der Jugendlichen, unterstützt die Mobile Jugendarbeit die Jugendlichen, unter dem Aspekt der Lebensweltorientierung, bei der Bewältigung der Problematik.

Mädchen- und Burschenarbeit

Durch das Setzen von geschlechtsspezifischen und geschlechtssensiblen Angeboten in der Mobilen Jugendarbeit werden Mädchen und Burschen in ihrer Entwicklung gefördert und unterstützt. Bei geschlechtsübergreifenden Angeboten findet eine Auseinandersetzung mit beiden Geschlechtern in einem geschützten Raum statt.

Diversität

Unterschiedliche Kulturen und Szenen verursachen durch ihre spezifischen Traditionen, Werte und Umgangsformen oft Ängste, Vorurteile und Konflikte. Kultur- und Szenekompetenz sind in der Mobilen Jugendarbeit von wesentlicher Bedeutung, um in diesem Spannungsfeld entsprechend handeln zu können. Ziele sind die Ermöglichung angstfreier Begegnung und die Verhinderung von Ausgrenzung, Stigmatisierung und Verdrängung. In diesem Sinne richtet sich die Mobile Jugendarbeit auch an das politische und soziale Umfeld der Jugendlichen.